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SOZIALE UND WIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN
DER WASSERKRAFTNUTZUNG AUF EINE ALPENREGION

DIE GEMEINDE TUJETSCH IM VORDERRHEINTAL
von Ph. Irniger

1 Einleitung
2 Die Vorgeschichte
2.1 Geographischer Kurzbeschrieb des Tujetsch
2.2 Erschliessung
2.3 Bevölkerungsentwicklung
2.4 Landwirtschaft
2.5 Forstwirtschaft
2.6 Berufsbilder
2.7 Tourismus
2.8 Wasserkraftnutzung
2.9 Fazit
3 Die WasserrechtsVerleihung
3.1 Die Gründung der Kraftwerksgesellschaft
3.2 Technischer Kurzbeschrieb der Anlagen der KVR
3.3 Der Konzessionsvertrag (Wasserrechtsverleihung)
3.4 Fazit
4 Die Auswirkungen auf die gemeinde Tujetsch
4.1 Wirtschaftliche Auswirkungen
4.1.1 Gemeindefinanzen
4.1.2 Infrastruktur
4.1.3 Land- und Forstwirtschaft
4.1.4 Industrie
4.1.5 Tourismus
4.2 Soziale Auswirkungen
4.2.1 Bevölkerungsentwicklung
4.2.2 Während des Baus
4.2.3 Nach dem Bau
4.3 Fazit
5 Perspektiven
5.1 Strommarktliberalisierung
5.2 NEAT Zwischenangriff in Sedrun
5.3 Gedanken eines Zeitzeugen zur Lebensqualität
6 Anhang

2.1 Geographischer Kurzbeschrieb des Tujetsch
Das Tujetsch (dt. Tavetsch) ist eine eigenständige Region und bildet den westlichen Abschluss des Kantons Graubünden gegen die Kantone Uri und Tessin. Zusammen mit dem Oberalppass stellt das Tujetsch die Verbindung vom Vorderrheintal mit der Talschaft Urseren dar. Politisch gesehen ist es eine der sieben Gemeinden im Kreis Cadi, Bezirk Vorderrhein. Der Hauptort, Sedrun, liegt 1441 m. ü. M. Das Tujetsch hat eine Fläche von 13 391 Hektaren. Die Amtssprache ist Romanisch [2].
Abb.1 Blick auf die Talschaft Tujetsch
2.2 Erschliessung
Die Passstrasse über den Oberalp wurde 1862/63 ausgebaut (Trasse von 4.80 Metern). Ab 1864 verkehrten die ersten Postkutschen über den Pass. Erst 1925 wurde nach erbittertem Kampf das Automobil im Kanton Graubünden zugelassen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der obere Teil der Passstrasse ausgebaut (Abbildung 2); im unteren Teil kommen die Ausbauarbeiten nur langsam voran und sind heute noch nicht beendet. Die Konzession für die Bahn von Brig nach Disentis wurde 1907/08 erteilt. Im Frühjahr 1911 wurden die Arbeiten aufgenommen. 1915 waren die Geleise auf der Strecke Disentis - Andermatt verlegt. Finanzielle Schwierigkeiten, ausgelöst durch den Ersten Weltkrieg, führten zu einem neunjährigen Unterbruch der Arbeiten. Schliesslich konnte 1926 die Strecke Gletsch - Disentis eingeweiht werden. 1942 erfolgte die Elektrifizierung. Seither wird mit dem Bau von zusätzlichen Galerien und Tunnels für einen wintersicheren Betrieb gesorgt [2].
Abb.2 Blick auf die Passstrasse am Oberalp
2.3 Bevölkerungsentwicklung
Die Bevölkerungsentwicklung der Gemeinde Tujetsch lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Entwicklung ist in Abbildung 3 dargestellt. Seit Beginn der Aufzeichnungen bis etwa 1950 blieb die Bevölkerungsdichte mehr oder weniger konstant. Schwer begreiflich ist, wie bereits im Jahr 1835 1121 Einwohner in der Talschaft (über)leben konnten. Dies in einer doch eher kargen Berglandschaft und bei fast vollständiger Selbstversorgung. Der Rückgang der Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Folge einer starken Auswanderungsbewegung. Allein 240 Personen wanderten nach Amerika aus. Nach 1950 stieg die Bevölkerung kontinuierlich an. Das Problem der Abwanderung blieb jedoch bestehen.
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